actio libera in causa

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Begriff Definition
actio libera in causa

Gewohnheitsrechtlich entwickelter Grundsatz der "vorverlegten Verantwortlichkeit". Wenn ein Täter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund eines selbstverschuldeten Defekts (Volltrunkenheit, Drogenrausch, etc.) schuldunfähig ist, ist dies ein Kennzeichen für a.l.i.c. Der Täter wird aber trotzdem nach dieser rechtlichen Konstruktion zur Verantwortung gezogen, wenn er vor der Tat, als er noch als schuldfähig einzustufen war, hätte voraussehen müssen oder vorausgesehen hat, dass er im späteren Zustand der Schuldunfähigkeit eine bestimmte Straftat begehen wird.
Setzt der Täter sich mit Absicht in den Zustand der Schuldunfähigkeit, um eine Straftat zu begehen, wird er wegen vorsätzlichen Handelns - trotz Schuldunfähigkeit - bestraft.