Fahrlässigkeit / Verschulden

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Begriff Definition
Fahrlässigkeit / Verschulden

Allgemein ist unter Fahrlässigkeit ein Mangel an gebotener Aufmerksamkeit zu verstehen. Im juristischen Sinne handelt derjenige fahrlässig, der bei seinem Handeln die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Ein fahrlässig Handelnder will nicht bewusst gegen die Rechtsordnung verstoßen. Bei Anspannung aller seiner seelischen Kräfte hätte er aber erkennen können, dass sein Handeln für ein geschütztes Rechtsgut hätte gefährlich werden können.
Das Verschulden setzt eine Zurechnungsfähigkeit voraus. Schuldunfähigkeit (früher Zurechnungsunfähigkeit oder volkstümlich Unzurechnungsfähigkeit genannt) ist der wichtigste Schuldausschließungsgrund, den das Strafgesetzbuch kennt. Das deutsche Strafrecht beruht in Übereinstimmung mit dem Menschenbild des Grundgesetzes auf dem Schuld- und Verantwortungsprinzip. Wer ohne Schuld handelt, kann deshalb nicht bestraft werden („nulla poena sine culpa“) Nicht verantwortlich ist demnach der, der im Zustand der Bewusstlosigkeit oder krankhafter Störung der Geistestätigkeit handelt, sofern er sich nicht schuldhaft in diesen Zustand versetzt hat (z.B. Drogen, Alkohol). Unzurechnungsfähig (schuldunfähig) sind außerdem Kinder unter 14 Jahren. (Nicht zu verwechseln mit der Geschäftsunfähigkeit von Kindern bis zum 7. Lebensjahr!)